Dienstag, 4. September 2012

Fearthinking

Glassplitter rasen auf mein Herz zu, schlagen sich in das Fleisch. Die Angst schäumt in meiner Magengrube, kocht auf, weißer Schaum rinnt mir aus dem Mund, der Nase, den Ohren. Ergießt sich auf dem Boden, steigt höher und höher. Ich schnappe nach Luft, versuche so viel davon in die verrauchten Lungen zu füllen bevor die Angst mich ertrinken lässt, tobend über mich herfällt.  Ich weine Blut, es tropft aus den Wunden, und fließt langsam nach unten. Mein Körper, das Mienenfeld, eine wandelnde Zeitbombe.  Bis unter die Haut, unter das Fleisch gräbt sich der Selbsthass, detoniert wie Bomben über die ich stolpere. Ich bin ein angsterfüllter Trümmerhaufen, dessen vor Panik geweiteten Augen sich nach Hilfe umsehen. Ich klammere mich an jeden Grashalm, der sich noch echt zwischen meinen Finger anfühlt, besteige jedes wacklige Floss in Richtung Normalität um auf dem Weg dorthin erbarmungslos zu ersaufen. Meine Worte sagen immer dasselbe, schreien immer das gleiche, doch niemand will hinhören, niemand will verstehen, dass ich um mein Leben kämpfe. Dass jeder Atemzug einem Atombombenabwurf gleicht, der meine Seele in schwarzes Gift tränkt. Alles verseucht, das Blut, das Herz, das Hirn. Alles dem Tod geweiht.


2 Kommentare:

  1. Kopf hoch, bitte gib nicht auf.
    Bitte.

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  2. ich wünschte
    ich könnte
    deine zelle
    öffnen
    und du könntest hinaus gehen
    in die
    große
    weite welt.

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