Donnerstag, 30. August 2012
Rhythmus einer toten Seele
Hinter tausend verschlossenen Türen, in einem dunklen Raum, sitze ich. Wiege mich vor und zurück, lache krampfhaft meinen Ängsten entgegen. In einer Hand die Bierflasche, in der anderen die Kippe, so laufe ich durchs Leben, durch die düsteren Straßen meines Herzens. Die Stille ist unerträglich, frisst mich auf und kotzt zwischen die Mülleimer. Leere Augen, leere Körper setzen ihren Weg ins Unendliche fort, ihre Blicke durchbohren mich mit Fragen, die Neugierde lässt sie vor Nichts mehr zurückschrecken. Sie zerren an mir, ziehen mich in die Unterwelt. Ich wollte an diesen Ort nie mehr zurück kehren und doch habe ich ihn nie verlassen. Ich habe nur Augen und Ohren vor dieser Welt verschlossen und Einhörner an die Wände gemalt, eine neue Welt erschaffen um sie zu zertrümmern. Irgendwo zwischen Schutt und Asche liegt mein Herz begraben, schlägt widerwillig weiter. Mein Körper stolpert durch dieses Leben und sieht den anderen zu, wie sie es tanzend bewältigen. Ich selbst jedoch bin irgendwo anders, eingesperrt in einem Hochsicherheitsbunker, in dem Blut aus den Wasserhähnen fließt. Ich weiß nicht mehr, was ich in dieser Welt soll, was ich mit einem funktionierenden Körper anfangen kann. Er atmet und bewegt sich, lässt Blut seine Wangen röten. Ich brauche das alles nicht, kein Blut, keinen Herzschlag. Ich habe es schon längst aufgegeben. Ich bin gebrochen und auf der gesamten Welt gibt es nicht genug Kleber, um mich wieder zu einem ganzen Zusammenzufügen. Ich bin ein Mädchen, das seinen Lebenswillen zwischen den stinkenden Straßen dieser Stadt verloren hat. Vielleicht sollte ich Steckbriefe aufhängen, hast du ihn gesehen?
http://www.youtube.com/watch?v=eq2Tn1jHRds
Ihr solltet in Säure getränkt werden und krepieren, wenn ihr nicht auf Punk steht.
Ich wollte nur noch etwas sagen, ich weiß nicht, ansonsten bin ich nicht sonderlich mitteilungsbedürftig. Ich kann nicht mehr schreiben, irgendjemand, irgendetwas hat den Hebel in meinen Kopf umgelegt, ihn auf Blockade gestellt. Und langsam aber sicher werde ich verrückt, wenn ich nicht sagen kann was ich sagen will, wenn die Worte in meinem Herzen verschlossen bleiben und alles in triefendes Schwarz tauchen. Ich hoffe ich kann bald all das sagen, das man nicht in Worte fassen kann.
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