Freitag, 17. August 2012

Stargazergirl


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Wir gehen zu der Lichtung, die in meinem Lieblingswald liegt. Hohe Kiefern und Tannen umgeben sie, der Platz ist betoniert. Die Kieselsteine schlagen Purzelbäume während die Stahlkappen meiner Springer sie immer und immer wieder weiter kicken. Vom anderen Ende stolpern Stimmen zu uns, undeutliches Gemurmel aus der Ferne. Als wir näher kommen, kann ich ihre Silhouetten erkennen. Es sind acht. Wir setzen uns zu ihnen auf die Klappstühle, der Rauchschwaden meiner Zigarette schwebt in den Himmel. Er ist wie ein Zelt über und gespannt, die Sterne lassen Feenstaub auf uns regnen. Ich nehme Alaskas Hand und drücke ihr einen Kuss auf die Stirn, sie lächelt schwach im Mondlicht. Ihre Augen sind wirr, der Alkohol hat viele der Dämonen besiegt, aber manche schimmern noch schwach durch ihre Iris. Handyblitzlichter trüben meine Sicht, ich werfe allen böse Blicke zu. Ich hasse es. Es ist als würden sie dich kurz beleuchten und dich bewerten, einschätzen ob du gut genug bist um mit ihnen ins Bett zu gehen oder ob deines eine der versauten Huren bist, die ihnen den Schwanz abbeißen wollen. Ich merke mir ihre Namen, Simone, Adam, Nucci und Gabriele. Italienische Namen, passend zu ihrer Sprache. Alaska hat größere Schwierigkeiten damit. Meine Finger schlüpfen unter meinen Hosenbund, graben sich in die offenen Fleischwunden. Suchen nach etwas Leben, nach etwas Schmerz und dem Gefühl zu atmen. Ich lächle etwas gequält, aber es ist zu dunkel, zu dunkel um zu fühlen, zu dunkel um die Luft zu finden die mir fehlt und viel zu dunkel um meinen Schmerz zu sehen. Plötzlich hören die Sterne auf zu leuchten, plötzlich ist alles auswegslos. Plötzlich beginne ich zu sterben, ganz langsam und qualvoll. Niemand merkt, wie die letzte Sternschnuppe ungesehen zu Boden fällt um ein klaffendes Loch in mir zu hinterlassen.

5 Kommentare:

  1. du schreibst unbeschreiblich.
    wie stundenlang sterne angucken.
    das gibt es viel zu wenig..

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  2. Ich würd jetzt gerne sagen Kopf hoch,
    dass wird alles besser,
    aber ich weiß es nicht. Ich kann nur hoffen das es für dich einfacher wird
    Und der Schmerz nicht mehr so betäubend.
    Und das tue ich.

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  3. und da bin ich wieder.
    n. die unbekannte, die nicht mehr so unbekannt für dich ist. ich hoffe, du bist nicht enttäuscht das so ein mensch hinter den ganzen worten steckt.
    es ist komisch zu lesen, dass du auf mich aufsiehst. dass du was hinter meinen worten liest, was ich nicht lesen kann, was ich nicht finden kann. das einzige was ich annehmen kann, dass meine familie mit lügen um sich schmeißen, wie ein millonär sein geld. ich klammer mich an den lügen fest, die sie mir zu werfen, manchmal sind die lügen, die einzige richtige nahrung für mein durchlöcherten magen. es ist okay, ich habe mich daran gewöhnt. die lügen sind nichts neues, und solange ich die wahrheit kenne, kann ich damit leben.
    das deine familie auch in einen lügenhaus leben, tut mir leid. lügen können einen am anfang sehr verletzten. das herz spuckt blut, wenn eine lüge mitten ins herz geschlagen wird.
    du schreibst fesselnde texte, weißt du das? ich könnte sie immer lesen. ich würde sie immer mögen.
    liest du den funken glück heraus? den habe ich für dich zwischen den zeilen geschrieben, nimm ihn dir, und pass gut darauf auf.

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  4. Ich hab das einmal das 18-55mm 3,5-5,6 und das 70-300mm 4,0-5,6 Objektiv. :) Ich finde die Kamera echt gut, also für den Preis. :)

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  5. ich habe das ( http://www.amazon.de/gp/product/B00005K47Y/ref=s9_simh_gw_p23_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-3&pf_rd_r=132C0AET82JV05MVTCNP&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375153&pf_rd_i=301128 ) hier. Ist vermutlich nicht das Beste, aber es war bei meiner Kamera mit dabei. :)

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