http://www.youtube.com/watch?v=5X-yqPhItr8
Montag, 4. Juni 2012
Ich wünsche mir, diese so von Wahnsinn erfüllte Welt zu verlassen.
Quietschende Schritte auf dem Linoleumboden, immer im selben Rhythmus. Mein Puls beschleunigt sich und verdrängte Bilder bahnen sich einen Weg in mein Bewusstsein. Den Blick starr auf die gegenüberliegende Wand gerichtet, streift er bald das Schild mit der Aufschrift 2.1117. AMBULATORIUM steht in fetten Großbuchstaben darunter. Nervös beginne ich zu zittern. Immer wenn ich in der psychiatrischen Abteilung des örtlichen Krankenhauses warte, komme ich mir so gestört vor. Hass krabbelt an meinem Rücken empor und ich höre wie der Aktenschrank geöffnet, eine Akte herausgezogen wird. Ihre Stimme schleicht sich gedämpft durch die Tür und ich bin froh, dass ich ihre Worte nicht verstehe. Wir sind gezwungen herzukommen, sonst würden wir gegen das Gesetz verstoßen, wir sind illegale, totgeschwiegene Monster. Ich bin ein Produkt dieser abgestumpften, selbstsüchtigen Gesellschaft und ein Opfer ihres ausgeklügelten Systems. Sie versuchen mich zu manipulieren und mir ihr vorgekautes, beschränktes Weltbild ins Hirn zu pflanzen. Mit jedem Aufschrei, jedem Widerwort verabreichen sie mir mehr von ihren tödlichen Gift, das meine Muskeln erschlaffen lässt und mein Hirn lähmt. Langsam tippe ich mit dem Fuß auf den Boden, da ihre Worte in dieser gespielt falschen Stille zu deutlich sind und ich um jeden Preis verhindern will, dass ich sie höre. "Ja-Nein.", meint sie und ich höre an ihrem verzweifelten Tonfall, dass sie dafür kämpft nicht in dieser großen Lüge zu ertrinken. Ich habe keine Ahnung, warum ich so große Angst davor habe zu hören was sie sagt, aber diese Furcht kontrolliert mich für den Moment. Die Toten Hosen verspreche mir Ablenkung, aber auch sie erzählen nur von dieser kaputten Welt. Wir sind alle dem Untergang geweiht. 5 Minuten Erlösung. Mehr habe ich nicht verdient und der Akku ist leer. Ich beschließe mir eine Zeitung zu holen obwohl ich nicht daran glaube, dass ich eine Lektüre finde die meinen Ansprüchen gerecht wird und versinke schließlich in eine Reportage über eine Stadt in Amerika. Doch meinen Verstand kann ich trotzdem nicht von den Selbstmordgedanken lösen, die wie verfluchte Seelen durch meinen Körper jagen und ihn zum Alptraum werden lassen.
http://www.youtube.com/watch?v=5X-yqPhItr8
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es freut mich, wenn ich dich mit meinen texten erreichen kann. ich hoffe nur, dass sich dich nicht allzu sehr runterziehen.
AntwortenLöschendeine texte spiegeln so viel hass, trauer und nicht geweinte tränen hervor. ich wünschte, ich könnte dich vor diesen gefühlen schützen. dich vor dir selbst schützen. halt bitte durch.
Wir Monster müssen zusammenhalten. Dürfen uns von dieser gleichgültigen Gesellschaft
AntwortenLöschennichts nehmen. Sie wollen uns nicht, und haben kein Problem damit uns das zu zeigen.
Aber solange wir Leben, bevor wir uns den Tod selber greifen, werden sie keinen
Triumph spüren. Bleib bitte stark. Das kleine Monster knuddelt dich;*
PS.: Ich liebe das Lied von den toten Hosen.
ich liebe deine Texte , somit auch dein Blog.
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