Freitag, 27. April 2012

Du hast keine Seele. Du bist eine Seele, verdammt!


712ce1970023d35d4f4e4be9_largeMeine Hand ruht auf ihrer Brust, mit der anderen halte ich ihre Hand. Der Bach neben uns rauscht und das Moos kitzelt auf der Haut. Vereinzelt dringen Sonnestrahlen durch die Äste ober uns und Vögle zwitschern. Ich liebe diesen Ort, an dem man vor der Realität flüchten kann. Mein Collageblock liegt neben mir, voll mit Zeichnungen und einer langen Liste. Wir haben unsere Wohnung geplant, sie wird perfekt. Die Vorstellung morgens aufzuwachen und in das tiefe Blau ihrer Augen zu schauen ist unendlich schön. Sie küsst meinen Ringfinger. "Siehst du auch schon den Trauring dort?", fragt sie. "Ja, Liebling.", auch meine Augen leuchten. Ich küsse sie, schiebe behutsam meine Hand unter ihr Shirt. Du bist mein Mädchen, Kleines. Mein wunderschönes Mädchen. Es ist, als hätten wir uns für einige Stunden ins Wunderland geflüchtet, weit weg von der Realität. Und trotzdem zieht mein Herz mich in die Einsamkeit und ein leichter Schleier von Melancholie umgibt mein Haupt. Angst zuckt um meine Mundwinkel und ich halte sie fester. Der Teil in mir, der die Einsamkeit liebt zwingt mich dieses Monster zu sein, welches ich bin. Ich wehre mich dagegen, kämpfe für mein Glück, und doch herrscht tiefe Finsterniss in meinem Land, in mir. Und das Rauschen vom Bach wird lauter, zieht mich zu sich, ruft mich. Trägt mich ins Paradies, dorthin, wo Herzschläge nurnoch verblasste Erinnerungen bleiben. 



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1 Kommentar:

  1. du schreibst total schön und mir gefällt dein Blog!

    'hast eine Leserin mehr.

    liebe grüße, Clary

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