Donnerstag, 15. März 2012

Ich steige in den Bus ein und kaufe eine Fahrkarte -  mein Abo wurde mir abgenommen. Ich hielte mich nicht an die Regeln, wurde mir gesagt. V. sitzt irgendwo zwischen den ganzen Menschen und gehe zu ihr, setze mich neben sie. "Pikachu.", schreit jemand von hinten, alle lachen. Ich verdrehe die Augen, doch innerlich blute ich. Ich zwinge mich zu lächeln, rede belangloses Zeug. Im Hintergrund höre ich die anderen immer noch lachen, es ist mir egal. Demütigung.
Als ich in die Klasse kam, war sie nicht da. Später fand ich sie, sie saß allein an einem Tisch und schrieb. Sie sprach nicht, den ganzen Tag nicht. sie weinte, alle fragten mich was los sei. Ich zuckte nur mit den Schultern. Ich kann nicht mehr, nicht so, nicht weiter und nicht zurück. Doch stehn bleiben ist nicht erlaubt, verstößt gegen die Spielregeln. Und die Welt dreht unaufhörsam ihre Runden, hört mein weinen nicht und wenn doch ist es ihr egal. Tage werden zu Nächten und die Nacht wird wieder zum Tag.

1 Kommentar:

  1. Ich tue alles aus Hass. Hass kontrolliert mich.
    Hass ist mein zu Hause. Zwischen lauter Hass fühle ich mich wohl.
    Warum nennen sie dich Pikachu? Ich verstehe den 'ach so lustigen Witz' daran nicht. ?

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