Schindelerregende Höhe, Abgrund. 3 Stockwerke, 14 Meter, oder mehr? Jedenfalls genug. Ich sehe das Fenster, aus dem ich gekommen bin und überlege ob ich überhaupt zurück will. Hier oben ist es noch viel kälter als zwischen den Labbäumen ganz nad am Boden. Der Wind gibt sein Bestes, mir mein Gleichgewicht zu rauben um mich in die Tiefe zu stürzen und ich bin schon fast dabei ihm nachzugeben bevor ich es mir anderst überlege. Setze mich hin, friere und beobachte mein zittrige Hand, die in einer meiner Taschen verschwindet und nach dem zusammengefaltetem Papier sucht. Irgendwann streifen meine, von der Kälte tauben Fingerspitzen die Kante und ich ziehe die Klinge hervor.
Ansetzen. Durchziehen. Ansetzen. Durchziehen. Ansetzen. Durchziehen. Ansetzen. Durchziehen.
Nein, ihr werdet mich niemals verlassen. Ihr werdet mich niemals vergessen. Ihr seid immer für mich da.
Kranker Tag heute, ich hab das Bild so bearbeitet, dass man die meisten Wunden nicht sieht. Und ich hab es so geschossen, dass die schlimmsten Wunden garnicht oben sind.
Diese Woche wird definitiv NICHT gut. Ich will umbedingt von diesem verdammtem Muster der Allgemeinheit abweichen, kein Mainstreamkind, keine Kopie sein. Nur ich. Anderst.
Verdammt, ich denke ich könnte glücklich sein. Nur wie? Ich sollte lernen mit dem was jetzt ist zufrieden zu sein, auch wenns mich irgendwann umbringt.
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